18. Oktober 2010

WA Nachbericht vom Großen Derby!

Flierich spielt, aber Nordbögge trifft zum 2:0-Sieg im Derby

BÖNEN ▪ Der VfK Nordbögge revanchiert sich dank der Tore von Dennis Juraschuk und Lars Lenser (Bild) beim Ortsrivalen Flierich-Lenningsen für die Niederlage im Mai und hat erobert damit den Aufstiegsplatz zurück.


© Liesegang

Lars Lenser (r.) bejubelt Nordbögges 0:1 durch Dennis Juraschuk (l.). Später legte Lenser selbst zum 0:2 nach. Dabei blieb es im Derby.
Eigentlich stimmte das Bild am Fliericher Butterwinkel. Weiß dominierte; weiß wie die Trikots der Gastgeber. Nur das Ergebnis des Derbys stimmte in den Augen der über weite Strecken spielbestimmenden Gastgeber überhaupt nicht: Die Partie stand nach Toren von Dennis Juraschuk (12.) und Lars Lenser (36.) auch in der 85. Spielminute, als Claas Gronowski in einem meist fairen Spiel die Ampelkarte sah, noch immer 2:0 für den alten Rivalen VfK Nordbögge.

Hoffnung, dass ihre Fliericher dieses Spiel in Überzahl noch drehen würden, hatten die TVG-Fans da aber schon keine mehr. Der Gastgeber hatte zwar ein klares Chancenübergewicht, die Torgelegenheiten aber kläglich vergaben. Die Gäste waren schlicht die cleverere Elf gewesen. Sie nutzten ihre beiden Chancen in der ersten Hälfte zu Toren. Zunächst war es Spielertrainer Juraschuk, der einen Diagonalpass von Stefan Zappe mit einem Flachschuss ins kurze Eck zum 0:1 verwertete. Andre Seiffert begleitete den Torschützen nur, statt ihn zu stören. Der Gast stand sehr tief und lauerte auf Konter. Einzige echte Spitze war Lukas Hermyt, der sich aber kaum durchsetzen konnte. Lenser hingegen holte sich die Bälle meist vor dem Strafraum. In der 36. Minute nahm er ein Zuspiel von Samet Özgüc gekonnt an, drehte sich und zog aus 16 Metern unhaltbar für TVG-Torwart Tilman Rademacher zum 0:2 ab.
Die Fliericher zeigten gestern die beste Saisonleistung am heimischen Butterwinkel. Sie knüpften tatsächlich an die Leistung der vergangenen Spielzeit an. Ihr Problem war ein anderes: Sie trafen das Tor einfach nicht. Dennis Hohn war in der 11. Minute am gut reagierenden Maik von Glahn im Nordbögger Tor gescheitert. In der 20. Minute war es Daniel Biermann, der den Ball aus zwölf Metern über das Tor schoss (37.). Dennis Hohn schaffte dies anschließend aus sechs Metern (38.). Auf der Gegenseite verhinderte eine Parade von Rademacher das 0:3 durch Carsten Schlüter. Die letzte Chance vor der Pause gehörte den Gastgebern: Basti Eickhoff scheiterte allein vor von Glahn stehend kläglich (44.).
Das Bild blieb nach dem Wechsel das gleiche. Germanen-Trainer Uwe Barkawitz hatte mit Ramazan Dincer und Andy Konrad zwei neue Angreifer gebracht. Und Konrad erzeugte im Duett mit Sebastian Schlieper auch gehörig Druck über die linke Seite. Zählbarer Erfolg blieb aber aus.
Erst lenkte von Glahn einen Kopfball von Mehmet Bozer über die Latte, dann parierte der Nordbögger Keeper einen Flachschuss von Konrad. Der VfK vergab die größte Chance nach dem Seitenwechsel, als Lenser bei Überzahl den mitgelaufenen Hermyt anspielte, der klar im Abseits stand. ▪ ml
TVG: Rademacher – Baltzer, Baßdorf, Bozer, J. Biermann, St. Hohn, D. Biermann (46. R. Dincer), Schlieper, Seiffert, Eickhoff (46. Konrad), De. Hohn (87. Weiß)
VfK: M. von Glahn – Juraschuk, Wache (55. Kloda), Hermyt (65. Wilke), Schlüter (75. F. von Glahn), Schneck, Özgüc, Zappe, Kul, Gronowski, Lenser
Tore: 0:1 (12.) Juraschuk, 0:2 (36.) Lenser
Bes. Vork.: Gelb-Rote Karte gegen Gronowski (VfK/85.) 

TRAINERSTIMMEN
Uwe Barkawitz (Trainer TVG): „Es ist unglaublich, dass der VfK gewonnen hat. Aber ich kann meiner Mannschaft zumindest dahingegend keinen Vorwurf machen, dass sie nicht gewinnen wollte – das war heute schon eine ganz andere Vorstellung als in den letzten Wochen. Wir waren die bessere Mannschaft und haben uns genügend Torchancen erspielt.“

Dennis Juraschuk (Spielertrainer VfK): „Wir wussten, dass es heute schwer werden würde. Und wir haben auch defensiver gestanden, um nicht ins offene Messer zu laufen wie am vergangenen Sonntag beim 3:4 gegen Bockum-Hövel. Diese Taktik ist schließlich aufgegangen. Man kann aber sicher nicht sagen, dass wir heute die bessere Mannschaft gewesen sind.“ 


Die Bilder Strecke auf WA-Online.de  - wunderschöne Bilder von Bönens rasender Reporterin Markus Liesegang:  http://bit.ly/waderbyfotos


Der Bericht Online beim WA: http://bit.ly/waderbybericht
 

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