13. April 2013

WA online Artikel vom 13.04.2013

Bönener A-Ligisten wollen Verfolger abhängen


BÖNEN -  Zweimal Abstiegskampf und ein Spitzenspiel. Die drei heimischen Teams in der Fußball-Kreisliga A1 dürfen sich am Sonntag keine Schwächen erlauben, wenn sie ihre derzeit noch guten Ausgangpositionen verteidigen wollen.
In der Hinrunde unterlag die IG den Sportfreunden mit 0:4. Das sollte den Bönenern im Kellerduell nicht noch einmal passieren.
In der Hinrunde unterlag die IG den Sportfreunden mit 0:4. Das sollte den Bönenern im Kellerduell nicht noch einmal passieren.
© Stock

SpVg Bönen – TIU Rünthe (Sonntag 15 Uhr, Rehbusch/Hinspiel 2:1). „Die Einstellung muss stimmen“, fordert SpVg-Trainer Axel Maurischat vor der Partie beim Tabellensiebten aus Rünthe. Die passte nämlich bei der 1:2-Niederlage beim TSC Hamm II überhaupt nicht. „Das war eigenes Verschulden“, kritisiert der Coach. Immerhin: „Einsichtig waren meine Spieler nachher alle“, sagt Maurischat und hofft nun auf Besserung, sonst ist die derzeitige Spitzenposition futsch. Für TIU ist die Partie bei acht Punkten Rückstand die wohl letzte Chance, noch einmal in der Kampf um die Meisterschaft einzugreifen. „Rünthe hat das Hinspiel unglücklich verloren und mit Sicherheit etwas gutzumachen“, glaubt Maurischat. Er rechnet zusätzlich mit einer Trotzreaktion des Gegners, nachdem dessen bisheriger Spielertrainer Bülent Karakaya aus privaten Gründen sein Amt niedergelegt hat. Er wird auch nicht mehr für TIU auflaufen. Seinen Posten als Coach übernehmen bis Saisonende Torwart Daniel Rafalski und Verteidiger Ilyas Can. „Karakaya war schon eine wichtige Person bei Rünthe“, weiß Maurischat. Ihm fehlen neben den gesperrten Tobias Wittwer und David Klinowski (zwei Spiele), der verletzte Hendrik Dördelmann. Hakan Elik wird eventuell erstmals wieder auf der Bank sitzen.
Sportfreunde Bockum – IG Bönen (Sonntag 15 Uhr, Dörholtstraße/4:0). „Bei IG Bönen muss man immer nach Spielern für Sonntag suchen“, sagt Trainer Gültekin Ciftci und drückt damit seine Unzufriedenheit mit der aktuellen Situation bei seinem Klub aus. Die große Personalnot aufgrund der vielen Verletzungen und der Sperren von Nihat Isik und Sedat Cakir ist das eine, die fehlende Motivation seiner Akteure das andere. „Wir haben seit eineinhalb Monaten kein ordentliches Training gemacht“, so Ciftci, der oft nur drei bis fünf Leute zu den Einheiten begrüßt. Das drückt auf die Stimmung des Coaches, der auch gerne das Verhalten seiner Akteure sanktionieren würde, aber „keine Alternativen“ hat. Auch das spielerische und konditionelle Potenzial leidet beim Tabellenzwölften, der am Sonntag ein echtes Kellerduell bei Schlusslicht Sportfreunde Bockum vor der Brust hat. „Wir müssen sehen, dass wir die drei Punkte holen. Aber zuerst dürfen wir nicht verlieren“, betont Ciftci angesichts von nur fünf Punkten Vorsprung auf den ersten definitiven Abstiegsplatz. „Wir müssen das Bestmögliche aus der Situation machen, um den Klassenerhalt zu schaffen“, so der konsternierte Coach.
SVF Herringen II – VfK Nordbögge (Sonntag 15 Uhr, Schachtstraße/6:7). Unterhaltung pur boten die beiden Kontrahenten im Hinspiel. „Das wollen wir jetzt tunlichst vermeiden“, sagt VfK-Spielertrainer Dennis Juraschuk: „Auswärts brauchen wir den Zuschauer ja keine Show bieten.“ Es deutet viel darauf hin, dass sich so ein Schützenfest nicht wiederholen wird, vor allem die deutlich verbesserte Defensive der Nordbögger. Zu der soll am Sonntag auch Mittelfeldakteur Marc Aschmoneit beitragen, der in den sich in Bestbesetzung präsentierenden Kader zurückkehrt. Allerdings ist die Juraschuk-Elf mit nur zwei Erfolgen auf fremden Platz eines der schlechtesten Teams der Liga. Beim Tabellen-14. in Herringen soll die magere Bilanz aufpoliert werden, um „den Abstand zu vergrößern“, so Juraschuk. Vielleicht zeigen sich Sebastian Pannek (vier Tore im Hinspiel) und Marcel Kloda (3) ja erneut so treffsicher. Die SVF-Reserve gilt als Wundertüte. Immer wieder erhält die Mannschaft Verstärkung aus der Bezirksliga-Elf der Herringer. „Wir sind schon gewarnt“, erklärt Juraschuk: „Aber wir wissen auch, was wir können.“ - bob

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